Für NFL-Wetten steht dir ein vielseitiges Angebot zur Verfügung. Du kannst auf einzelne Begegnungen wetten oder dich für eine Langzeitwette entscheiden, etwa auf den Sieger einer Division oder den Gewinner des Super Bowls. Bei den Partien hast du wiederum die Wahl zwischen verschiedenen Wettarten. Neben Tipps auf den Spielausgang gehören dazu Handicaps und Wetten auf Punkte oder die Leistungen einzelner Spieler. Hinzu kommen Wetten auf bestimmte Spielabschnitte, bei denen beispielsweise allein das Geschehen im ersten Viertel für deinen Tipp zählt.
Welche Wettarten gibt es für NFL-Wetten?
Wie die gängigsten Football-Wettarten funktionieren und welche Ergebnisse für einen Gewinn nötig sind, erfährst du in den folgenden Abschnitten.
Siegerwette: Zählt die Verlängerung mit?
Bei der Siegwette spricht man im Football-Kontext oftmals auch einfach von der Moneyline. Bei einer Dreiweg-Moneyline auf die reguläre Spielzeit stehen die beiden Teams und das Unentschieden zur Auswahl. Bei einer Siegerwette einschließlich Overtime, also der Verlängerung, gehört auch deren Ergebnis zur Wette. Eine 3-Weg-Wette auf die reguläre Spielzeit kann demnach bereits entschieden sein, während eine Wette einschließlich Overtime noch läuft.
Wie lange in der Verlängerung weitergespielt wird, hängt von der Saisonphase ab: In der Regular Season ist die Overtime auf zehn Minuten begrenzt; besteht danach weiterhin Gleichstand, endet die Partie unentschieden. In den Playoffs dauert eine Overtime-Periode 15 Minuten, und bei Bedarf folgen weitere Perioden, bis ein Sieger feststeht.
Endet eine Partie auch nach der Overtime unentschieden, entscheiden die Regeln des jeweiligen Wettanbieters, wie Siegwetten auf die volle Spielzeit gewertet werden. Da man bei Wetten, welche die Overtime mit einbeziehen, aber grundsätzlich nicht auf ein Unentschieden tippen kann, handhaben es die meisten Wettanbieter (unter anderem Betlabel) so, dass der Einsatz im Falle eines Gleichstands zurückerstattet wird. Dass man nicht auf ein Unentschieden in der Overtime tippen kann, liegt übrigens daran, dass dieses Ergebnis schlicht und ergreifend zu selten vorkommt.
Wie funktioniert der Spread?
Der Spread ist eine reguläre Handicap-Wette mit einer vorgegebenen Zahl an Punkten. Bei einer negativen Vorgabe muss die ausgewählte Mannschaft mit einem entsprechend großen Vorsprung gewinnen. Eine positive Vorgabe lässt einen Tipp auf das jeweilige Team unter Umständen auch bei einer Niederlage gewinnen. Mit Seattle −3,5 gewinnt die Wette beispielsweise ab einem Vorsprung von vier Punkten. Bei New England +3,5 genügen ein Sieg, ein Unentschieden oder eine Niederlage mit höchstens drei Punkten Abstand. Bei einem angenommenen 24:21 für Seattle verliert die Wette auf Seattle −3,5, während die Wette auf New England +3,5 gewinnt.
Damit man die Abstände beim Handicap besser einschätzen kann, lohnt es sich selbstverständlich zu wissen, welche Aktion wie viele Punkte einbringt. Ein Touchdown bringt sechs Punkte, ein Field Goal drei und ein Safety zwei. Der Point after Touchdown ist ein zusätzlicher Versuch, bei dem die Spieluhr ruht. Hier bringt ein erfolgreicher Kick (oder ein Safety) einen Punkt, während man zwei Punkte dafür bekommt, den Ball in die Endzone zu befördern. Mit einem anschließenden Extrapunkt ergibt ein Touchdown somit sieben Punkte.
Over/Under und weitere Wetten auf Punkte
Beim Over/Under wettest du auf mehr oder weniger als die angegebene Punktzahl. Für eine Vorgabe von 44,5 gewinnt Over ab insgesamt 45 Punkten, Under bei höchstens 44. Hier werden die Punkte beider Mannschaften addiert. Ein hypothetisches 24:21 ergibt 45 Punkte und erfüllt damit Over 44,5. Welche Punkte in die Summe eingehen, bestimmt der ausgeschriebene Zeitraum: „Total (OT)“ schließt die Punkte aus der Verlängerung ein, bei einem Over/Under auf ein bestimmtes Viertel zählen hingegen die Punkte dieses Viertels.
Weitere Wettart | Gegenstand der Wette |
|---|---|
Team Totals | Die Punktzahl einer einzelnen Mannschaft im angegebenen Zeitraum |
Viertel mit der höchsten Punktzahl | Welches Viertel mehr Punkte als die übrigen Viertel liefert |
Touchdowns gesamt | Die Anzahl der Touchdowns im ausgeschriebenen Zeitraum |
Art des nächsten Punktgewinns | Welche Art von Ereignis als Nächstes Punkte bringt |
Spielerwetten auf Yards, Receptions und Touchdowns
Ein Quarterback sammelt mit erfolgreichen Pässen Passing-Yards, ein Runningback hingegen kann durch Läufe und als Passempfänger Raumgewinne erzielen. Bei Spielerwetten werden diese Leistungen auch dann unterschieden, wenn sie vom selben Spieler stammen.
Leistung | Was in der Statistik zählt |
|---|---|
Passing-Yards | Der durch vollendete Pässe erzielte Raumgewinn, gemessen ab der Line of Scrimmage, an der der Spielzug beginnt; Yards after Catch zählen mit |
Rushing-Yards | Der Raumgewinn durch Läufe; Raumverluste werden bei der Summe berücksichtigt |
Receiving-Yards | Der einem Spieler bei vollendeten Pässen zugerechnete Raumgewinn einschließlich der Yards After Cards |
Receptions | Erfolgreich gefangene Pässe |
Selbst erzielte Touchdowns | Touchdowns des Spielers, etwa nach einem Lauf oder als Passempfänger |
Passing Touchdowns | Erfolgreiche Touchdown-Pässe des Passgebers |
Wie hängen die Leistungen der Spieler zusammen?
Bei einem gelungenen Pass entstehen Passing- und Receiving-Yards aus demselben Spielzug. Fängt ein Receiver in einem hypothetischen Beispiel den Ball fünf Yards jenseits der Line of Scrimmage und läuft anschließend weitere 15 Yards, erhält der Quarterback 20 Passing-Yards. Dem Receiver werden eine Reception und 20 Receiving-Yards zugerechnet. Die Mannschaft hat mit diesem Spielzug 20 Yards gewonnen. Ein solcher Pass kann gleichzeitig einer Wette auf viele Passing-Yards des Quarterbacks und einer Wette auf viele Receiving-Yards des Passempfängers zugutekommen. Erreicht der Receiver dabei die Endzone, erzielt er den Touchdown; beim Quarterback zählt die Aktion als geworfener Touchdown. Für eine Wette auf einen selbst erzielten Touchdown müsste der Quarterback den Ball selbst in die Endzone bringen. Die Aktionen beim Try gehen nicht in die Statistiken für Passing, Rushing und Receiving ein.
Wie viele Gelegenheiten ein Spieler erhält, hängt von seiner Einsatzzeit und seinen Aufgaben ab. Ein Carry ist ein Laufversuch, ein Target ein versuchter Pass auf einen bestimmten Receiver. Für eine Einschätzung der Rushing-Yards gehören zum Beispiel die Zahl der Carries pro Spiel und der Raumgewinn pro Lauf zusammen. Bei einem Passempfänger kommt außerdem hinzu, wie viele der auf ihn geworfenen Pässe er tatsächlich fängt. Geht es um Touchdowns, ist besonders interessant, wer nahe der gegnerischen Endzone häufig eingesetzt wird: Ein Spieler kann mit wenigen Yards zum Touchdown kommen, nachdem ein Mitspieler den Ball zuvor über einen großen Teil des Feldes vorangebracht hat. Selbstverständlich spielt hierbei auch die Stärke und das Scheme der gegnerischen Defensive eine immense Rolle - dies musst du unbedingt berücksichtigen!
Für Defensivspieler und Special Teamer werden in der Regel keine Spielerwetten angeboten. Dafür kannst du aber beispielsweise auf die Anzahl der Sacks einer Defensive oder auf die Anzahl er erfolgreichen Field Goal Attempts einer Special Teams Unit tippen.
Welche Statistiken helfen bei NFL-Wetten?
Statistiken helfen bei NFL-Wetten, die bisherige Leistung einer Mannschaft einzuordnen. Ihre Aussagekraft hängt vom betrachteten Zeitraum, den damaligen Gegnern und der Besetzung beider Teams ab. Nach wenigen Saisonspielen beeinflusst eine einzelne Begegnung den Durchschnitt entsprechend stark. Angriff und Abwehr lassen sich dabei jeweils nach Pass- und Laufspiel untersuchen.
Raumgewinn, Zahl der Spielzüge und EPA
Eine hohe Summe an Yards muss nicht unbedingt dafür sprechen, dass eine Offensive überdurchschnittlich gut ist. Schließlich kann auch eine mittelmäßige Offensive viele Yards verzeichnen, wenn sie dank ihrer starken Defensive häufiger den Ball hat. Es lohnt sich deshalb immer einen Blick auf die Yards pro Spielzug zu werfen. In einem rein rechnerischen Beispiel ergeben 60 Spielzüge mit fünf Yards im Schnitt insgesamt 300 Yards. Für dieselbe Summe braucht eine Mannschaft bei vier Yards pro Spielzug 75 Spielzüge. Man kann dies sogar noch weiterführen und die Yards pro Lauf- und Passspielzug getrennt betrachten. Dies ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn man analysieren will, welche Mannschaft bei einem bestimmten Matchup im Vorteil ist. Für Wetten auf Punkte ist zusätzlich von Interesse, wo die Angriffe beginnen und wie sie enden. Wie häufig kommt eine Offensive in die Red Zone und wie viele Red Zone Trips münzt sie in Touchdowns um?
Eine weitere sehr interessante Statistik sind die Expected Points Added. Ausgangspunkt ist ein Modell, das für die jeweilige Spielsituation die im weiteren Angriff zu erwartenden Punkte schätzt. EPA gibt an, wie ein Spielzug diese Erwartung verändert. Ein kurzer Raumgewinn nahe der Endzone kann dadurch anders bewertet werden als dieselbe Zahl an Yards an einer anderen Stelle des Feldes oder bei einem anderen Versuch. Total EPA ist die Summe dieser Werte, EPA je Spielzug ihr Durchschnitt. Beide Angaben beschreiben die Leistung anhand erwarteter Punkte. Die tatsächlich erzielten Punkte siehst du natürlich anhand des Spielergebnisses.
Quarterback, Offensive Line und gegnerische Abwehr
Der Quarterback braucht für seine Pässe Schutz durch die Offensive Line. Deren Blocker bilden die Pocket, den geschützten Bereich hinter der Line of Scrimmage. Die gegnerischen Pass Rusher versuchen, zu ihm vorzudringen und den Pass zu verhindern oder einen Sack zu erzielen, also den Quarterback hinter der Line of Scrimmage zu Boden zu bringen. Für eine Wette auf Passing- oder Receiving-Yards ist deshalb das Duell zwischen der Offensive Line und dem gegnerischen Pass Rush extrem relevant. Der Schutz der Blocker ermöglicht dem Quarterback, seine Pässe auszuführen; früher Druck erschwert sie. Auch ein Running Back profitiert selbstverständlich von einer starken Offensive Line. Sie ist nahezu ebenso wichtig, wie sein individuelles Talent und die Stärke der gegnerischen Laufverteidigung.
Was sagt der Injury Report aus?
Im Injury Report findest du Angaben zur Trainingsteilnahme und zur erwarteten Verfügbarkeit für die Partie. „Limited Participation“ bedeutet einen reduzierten Trainingsumfang, „Full Participation“ die vollständige Teilnahme. Der Game Status betrifft den bevorstehenden Spieleinsatz. Ändert sich der Gesundheitszustand nach dem ersten Bericht, muss die Mannschaft ein Update melden. Die Active List und damit auch die Inactive List werden 90 Minuten vor dem Kickoff festgelegt. Ein aktiver Spieler ist für die Partie verfügbar.
Game Status | Bedeutung für die Teilnahme |
|---|---|
Questionable | Der Einsatz ist ungewiss |
Doubtful | Der Einsatz ist unwahrscheinlich |
Out | Der Einsatz ist ausgeschlossen |
Spielort, Wetter und Erholungszeit
Der Spielort und die Bedingungen auf dem Feld haben beim American Football einen extrem großen Einfluss - etwa Wind, Regen oder Schnee bei Pässen und Kicks. Solche Bedingungen betreffen Wetten auf Passing-Yards ebenso wie Wetten auf eine hohe Gesamtpunktzahl oder Field Goals. Zudem performen Teams aus warmen Regionen oftmals schlechter, wenn sie im Winter in einem kalten Stadion spielen müssen.
Bei Anreisen und dem zeitlichen Abstand zwischen zwei Partien geht es um Vorbereitung und Erholung. Um die Belastung durch internationale Spiele zu verringern, berücksichtigt die NFL bei der Planung die drei Wochen um eine solche Partie und eine mögliche Bye Week danach. Ein Spiel am Donnerstag nach einer Partie am Sonntag lässt den Spielern weniger Zeit zur Erholung und Vorbereitung - vor allem dann, wenn auch noch eine lange Anreise nötig ist.
Saisonverlauf und Langzeitwetten
Die Preseason wird von vielen Trainern dafür genutzt, um jungen Spielern und Backups Spielpraxis zu geben. Die Ergebnisse gehen nicht in die Bilanz der Regular Season ein. Um unnötige Verletzungen zu vermeiden, kommen Stammspieler häufig nur begrenzt oder gar nicht zum Einsatz. Für eine Wette auf ein solches Spiel ist deshalb die geplante Aufstellung samt Einsatzdauer relevant.
Bei einer Wette auf die Zahl der Siege in der Regular Season zählen die bereits gewonnenen selbstverständlich Spiele mit; für die Einschätzung der noch ausstehenden Partien sind das Restprogramm sowie die Stärke und Besetzung der dort wartenden Gegner relevant.
Wenn sich Teams ihren Playoff-Platz bereits vor dem Ende der Regular Season gesichert haben, entscheiden sie sich oftmals dazu, einen großen Teil ihrer Starter zu schonen, bis die Playoffs anstehen. Da eine Siegwette hier natürlich Fehl am Platz ist, solltest du dich vorher immer darüber informieren, wie das jeweilige Team hier vorgeht. Die anschließenden Playoffs führen über die Wild-Card-Round, die Divisional-Round und die Conference Championships zum Super Bowl. Die erstplatzierten Teams der AFC und NFC bekommen eine sogenannte Bye-Week und dürfen die Wild-Card-Round aussetzen.
Worauf beziehen sich Langzeitwetten?
Bei Langzeitwetten kann die Entscheidung über mehrere Spieltage hinweg offenbleiben. Der maßgebliche Zeitraum hängt davon ab, ob es um das Abschneiden einer Mannschaft oder um eine individuelle Auszeichnung geht.
Langzeitwette | Worauf sich das Ergebnis bezieht |
|---|---|
Super-Bowl-Sieger | Das Team, das die Saison mit dem Titelgewinn abschließt |
Conference-Sieger | Der Gewinner der jeweiligen Conference Championship |
Division-Sieger | Das Team, das die eigene Division in der Regular Season gewinnt |
Saisonbilanz | Beispielsweise die Zahl der Siege eines Teams in der Regular Season gegenüber einer Vorgabe |
Individuelle Auszeichnung | Die Vergabe der ausgeschriebenen Ehrung, etwa des MVP |
Über den MVP entscheidet eine Jury der Associated Press aus 50 Medienmitgliedern. Jedes Mitglied reicht vor den Playoffs eine Rangfolge mit fünf Spielern ein; die Platzierungen gehen mit unterschiedlichem Gewicht in das Ergebnis ein. Leistungen aus den Playoffs können diese bereits abgegebene Wahl demnach nicht mehr beeinflussen.
Beim NFL-Draft wählen die Teams jedes Jahr neue Spieler aus dem College aus. Der Draft hat insgesamt sieben Runden und jedes Team darf pro Runde einen Spieler auswählen. Das Team, welches in der Vorsaison am schlechtesten abgeschnitten hat, ist zuerst an der Reihe, das Team, welches am besten abgeschnitten hat, als letztes. Durch Trades können die sogenannten Draft Picks zwischen den Mannschaften wechseln - auch während des Drafts. Bei einigen Anbietern kannst du auf den Draft wetten - zum Beispiel darauf, welcher Spieler zuerst ausgewählt wird, oder wer von einem bestimmten Team in der ersten Runde verpflichtet wird.
Live-Wetten: Spielstand, Ballbesitz und verbleibende Zeit
Eine Mannschaft mit sieben Punkten Rückstand und eigenem Ballbesitz nahe der gegnerischen Endzone kann in kürzester Zeit ausgleichen. Ein Team ohne Ballbesitz muss bei demselben Rückstand zunächst den gegnerischen Angriff aufhalten und den Ball zurückerobern. Bei Live-Wetten musst du deshalb unbedingt das Geschehen auf dem Feld verfolgen!
- Ballbesitz und Feldposition: Welche Mannschaft greift an, und wie weit ist sie von der gegnerischen Endzone entfernt?
- Down und verbleibende Distanz: Welcher Versuch läuft, und wie viele Yards fehlen für eine neue Serie?
- Uhr und Timeouts: Wie viel Spielzeit bleibt, und welche Möglichkeiten haben die Mannschaften, sie zu unterbrechen?
Ein Angriff umfasst zunächst einmal vier Versuche, auch Downs genannt. Erreicht die angreifende Mannschaft die erforderliche Distanz, also 10 Yards, erhält sie ein First Down und somit vier neue Versuche. Auch ein Foul der Defensive kann ein neues First Down zur Folge haben.
Scheitert der vierte Versuch, kann der Gegner von der jeweiligen Feldposition aus angreifen. Je nach Feldposition treten Teams beim Fourth Down deshalb ein Field Goal oder versuchen den Gegner mit einem Punt nahe seiner Endzone festzunageln. Bei einem Punt tritt der Punter den Ball aus der Hand so nahe an die gegnerische Endzone, wie er kann - fliegt der Ball in die Endzone, oder wird dort gefangen, darf die Offensive von der 20-Yard-Linie aus starten.
Ein Turnover ist ein Ballverlust an die gegnerische Mannschaft und beendet den Angriff unmittelbar. Jedes Team erhält drei Timeouts pro Halbzeit; gegen Ende einer Partie sind diese von besonderer Wichtigkeit. Hinzu kommen die im Regelwerk festgelegten Situationen, in denen die Uhr stoppt oder weiterläuft.
Bei einem Live-Over/-Under auf die Gesamtpunktzahl bleiben bereits erzielte Punkte enthalten. Steht es in einem hypothetischen Beispiel 17:14, sind 31 Punkte gefallen. Für Over 44,5 werden damit noch mindestens 14 weitere Punkte benötigt. Eine gesonderte Wette nur auf den verbleibenden Spielabschnitt beginnt dagegen mit dessen Punkten; die bisherigen 31 gehören zu einem anderen Zeitraum.
Wetten auf die GFL
Die German Football League ist die höchste deutsche Liga im American Football. Nach der Hauptrunde führen Viertel- und Halbfinale zum GFL Bowl. Nach dem AFVD-Regelwerk beginnt die erste Angriffsserie an der gegnerischen 25-Meterlinie; grundsätzlich erhalten beide Mannschaften gleich viele Serien. Besteht danach weiterhin Gleichstand, folgen weitere Extraperioden. Ab der zweiten muss nach einem Touchdown ein Two-Point-Try ausgespielt werden. Ab der dritten besteht die Serie nur noch aus einem solchen Two-Point-Try von der gegnerischen 3-Yard-Linie. Diese Extraperioden können Wetten mit Handicap oder auf Over/Under selbstverständlich maßgeblich beeinflussen. Abweichende Vorgaben des Ligaträgers sind möglich.
Wetten auf die CFL
In der kanadischen Profiliga Canadian Football League folgen auf die reguläre Saison die Playoffs und das Endspiel um den Grey Cup. Für zehn Yards Raumgewinn stehen dem Angriff, anders als in der NFL, drei Downs zur Verfügung. Eine weitere Besonderheit der CFL ist der Single, auch Rouge genannt: ein einzelner Punkt für die kickende Mannschaft. Er kann bei einem Punt, einem verfehlten Field Goal oder einem Kickoff entstehen. Gelangt der Ball dabei in die gegnerische Endzone, zählt der Single, wenn der Gegner ihn aufnimmt und bis zum Ende des Spielzugs dort behält. Er zählt auch, wenn der Gegner den Ball in der Endzone berührt und dieser anschließend dort ins Aus geht. Ein Kick direkt ins Aus ohne gegnerische Berührung bringt seit 2026 keinen Single mehr. Nach einem Single hat der Gegner den Ball und beginnt an seiner eigenen 40-Yard-Linie.
In der Verlängerung erhält zunächst jedes Team eine Angriffsserie ab der gegnerischen 35-Yard-Linie. Nach einem Touchdown folgt ein Two-Point-Try von der 3-Yard-Linie. Diese Runde aus beiden Angriffsserien heißt Mini-Game. Bleibt es auch nach dem zweiten Mini-Game unentschieden, richtet sich der weitere Ablauf nach der Saisonphase: In der Regular Season folgen Two-Point-Trys, bis ein Sieger feststeht. In den Playoffs und im Grey Cup werden weitere Mini-Games mit Seitenwechsel gespielt. Anders als in der NFL wird also auch in der Regular Season immer so lange weitergespielt, bis ein Sieger feststeht - dies musst du bei deinen Wetten auf die GFL unbedingt bedenken!